Souâd Benkredda spricht über volatile Kapitalmärkte: Chance oder Risiko?
Shownotes
Wie trifft man gute Entscheidungen, wenn sich die Märkte innerhalb kürzester Zeit verändern?
Darüber haben wir mit Souâd Benkredda, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der DZ BANK, gesprochen. Im Gespräch mit Host Ares Abasi erklärt sie, warum starke Schwankungen an den Kapitalmärkten nicht automatisch eine Krise bedeuten. Für Banken kommt es darauf an, die eigenen Risiken genau zu kennen, Informationen richtig einzuordnen und auch unter Zeitdruck einen kühlen Kopf zu bewahren.
Im Gespräch geht es außerdem um die wachsende Bedeutung des Kapitalmarkts für die private Altersvorsorge, um die Beratung in den Volksbanken und Raiffeisenbanken und um die Frage, weshalb langfristiges Investieren gerade in unruhigen Phasen wichtig bleibt. Auch persönlich gibt Souâd Benkredda Einblicke: Was gibt ihr Halt, wenn die Verantwortung groß ist und Entscheidungen weitreichende Folgen haben?
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00:00:04:
00:00:15: Wir leben in einer Ära der Veränderung und des ständigen Wandels.
00:00:19: Wie wir heute in diesem volatilen Umfeld nicht nur bestehen, sondern Chancen ergreifen.
00:00:23: Darüber spreche ich mit einer Frau die genau an diesen Schaltstellen sitzt.
00:00:27: So hat es schön, dass ich heute bei euch beide DZ-Wanken Frankfurt sein darf und ich freue mich sehr auf die Aufnahme heute.
00:00:37: Ja herzlichen Dank für die Einladung liebe Aris!
00:00:39: Und ich freu mich sehr das Gespräch mit dir.
00:00:42: Wir wollen nicht nur über Kurse sprechen sondern auch über die Architektur von Entscheidungen in einer Zeit in der das Normalmaß abhandengekommen scheint.
00:00:50: Wir werden verstehen ist Volatilität ein Wahnsignal oder der Motor für neue bessere Strategien?
00:00:57: So, du bist seit dem ersten Juli XXVI stellvertretende Vorstandsvorsitzender bei der DZ Bank.
00:01:02: Erst mal herzlichen Glückwunsch dazu!
00:01:04: Vielen Dank!
00:01:05: Und bevor wir auf die Märkte schauen würde ich gerne deine Rolle etwas genauer verstehen und kennenlernen.
00:01:09: Beschreibe doch zunächst einmal für welche Bereiche bist du bei der DC Bank tätig?
00:01:14: Was bedeutet diese Verantwortung im Alltag und welche Aufgaben sind denn mit deiner neuen Rolle auch hinzugekommen?
00:01:19: Ja das mache ich sehr gerne.
00:01:21: also wir haben bei der dz bank drei Kundengruppen die wir betreuen institutionelle Kunden Und dann haben wir Filmkunden weltweit und natürlich den Verbund in umgekehrter Reihenfolge der Wichtigkeit, weil natürlich der Verbund unsere Haupt-Kundengruppe ist.
00:01:38: Für diese drei Kundengruppen gibt es verschiedene Zuständigkeiten.
00:01:41: Stefan Weismann, mein Vorstandskollege, ist für die Firmkunden in der Dachregion, also Deutschland, Österreich, Schweiz zuständig.
00:01:49: Ich bin für die internationalen Firmkonnten zuständig.
00:01:53: Außerdem bin ich zuständig für alle institutionellen Kunden weltweit, also dach und international.
00:02:00: Und ich bin auch zuständig... ...für den Handel.
00:02:03: Also das eine war die Kundenseite.
00:02:05: Ich bin auch ständig für den Kapitalmarkthandel.
00:02:08: Alle Kapitalmarkprodukte, Aktien, Zinsen, Währung
00:02:11: etc.,
00:02:12: werden im Handel dargestellt und der obliegt meiner Verantwortung.
00:02:17: Und ich bin außerdem zuständig für die Produktgenerierung und Lieferung für die Volks- und Reifeisenbanken, was die Privatkundengeschäfte angeht.
00:02:27: Also Retail-Privatkundenwertpapiergeschäft heißt bei uns PK, Privat-Kundenkapitalmarkt.
00:02:34: Und außerdem bin ich zuständig for die strukturierte Finanzierung zum Beispiel Projektfinanzierung.
00:02:39: erneuerbare Energien, Trade and Export Finance ist bei uns ein eigener Bereich Und außerdem auch für die Group Treasury.
00:02:47: Das heißt, du kannst dir so vorstellen einmal Kundengruppenseitig für die institutionellen und für die internationalen Corporates und dann handelsseitigt für alles.
00:02:56: strukturierte Finanzierung hat sich gerade erklärt und die Privatkunden sozusagen mit denen wir die Volks- und Reifeisen Banken da beliefern mit Produkten.
00:03:06: Außerdem bin ich zuständig für alle Auslandsstandorte der DZ Bank für die Filialen und für ihre Präsentanzen.
00:03:12: Du befindest dich in so einer besonders spannenden Schnittstelle.
00:03:16: Auf der einen Seite steht die genossenschaftliche DNA, der DZ Bank, regionale Verankerung Nähe zu den Volksbanken und Reifeisenbanken Und ein langfristiges Verständnis für Partnerschaft.
00:03:26: Und auf der anderen Seite stehen globale Kapitalmärkte wie du gerade gesagt hast an denen sich Erwartungen Preise und Risiken manchmal innerhalb kürzester Zeit einfach verändern.
00:03:34: Wie navigierst du denn täglich zwischen diesen beiden Welten, der lokal- und genossenschaftlich geprägten DNA hierzulande?
00:03:40: Und der internationalen Märkte die ja sehr dynamisch sein können.
00:03:44: Ich finde das total spannend beides zu machen und für mich ist das absolut komplementär!
00:03:50: Denn die Kapitalmärkte wohnen ja letztendlich auch auf tatsächlicher Wirtschaftsleistung, wenn du so möchtest.
00:03:56: Also es geht ja darum dass wir handeln in den Kapitalmerkten aber letztendling brauchen wir realwirtschaftlich irgendwie einen Pondon.
00:04:05: So drücke ich das mal aus.
00:04:06: und auf jeden Fall ist real wirtschaftlich der Backbone Deutschlands natürlich der Mittelstand Und meiner Meinung nach wird dieser von keiner anderen Finanzgruppe in Deutschland so gut und kredibel betreut, diesen Bayer magst du mir bitte verzeihen wie die genossenschaftliche Finanzgruppen selbst.
00:04:24: Das heißt für mich gehört wenn du dir das überlegst eigentlich beides zusammen auch wenn wie du richtig sagst die Welten sehr gegensätzlich und unterschiedlich sind.
00:04:32: aber letztendlich liebe ich beides.
00:04:35: Schauen wir mal auf die aktuelle Lage.
00:04:36: hinter uns liegen die Pandemie und die Zinswände.
00:04:39: Gleichzeitig erleben wir auch geopolitische Konflikte.
00:04:42: Wir haben den Krieg Russlands gegen die Ukraine, den Iran-Krieg, schwankende Energiepreise, schwierigere Finanzierungsbedingungen und eine ja im allgemeinen schwache Konjunktur in Deutschland.
00:04:52: Man könnte sagen an Unsicherheitsfaktoren mangelt es derzeit nicht.
00:04:56: Was davon hält dich denn nachts wach?
00:04:58: Und was ist für dich eher Hintergrundrauschen?
00:05:00: Wie filterst du denn diese Vielzahl an Informationen und siehst du darin vielleicht sogar eine Chance etwa einen überfälligen Weckruf für Deutschland und Europa?
00:05:09: Ja, so tatsächlich gibt es verschiedene Wege damit umzugehen und ich persönlich unterhalte mich mit vielen Menschen auch bewusst aus unterschiedlichen Netzwerken.
00:05:18: Natürlich habe ich meine eigene Kapitalmarktwelt Aber ich suche mir bewusst auch Ansprechpartnerinnen und AnsprechPartner in anderen Industrien, zum Beispiel der Tech-Industrie.
00:05:29: Um genau Trends vielleicht zu antizipieren oder damit anders umzugehen.
00:05:33: Das heißt Nummer eins würde ich sagen du solltest dich mit vielen Menschen unterhalten und auch Menschen die den anderen Perspektiven liefern Und das hilft dir unheimlich.
00:05:42: Oder jetzt gerade weil du dem Iran Krieg angesprochen hast Ich selber habe so viele Jahre in den Vereinigten Arabischen Emiraten gelebt ein großes Netzwerk persönlich und beruflich.
00:05:53: Und ich erhalte mich natürlich auch mit diesen Menschen, die haben eine ganz andere Perspektive weil sie eben lokal sind.
00:05:59: Das heißt also Punkt eins sich mit vielen Menschen unterhalten.
00:06:03: Und dann Punkt zwei, was ganz wichtig ist.
00:06:05: Ist deine Risiken kennen?
00:06:06: Das gilt natürlich vor allem für die Bücher, für die ich zuständig bin.
00:06:10: Ich hatte ja über den Handel gesprochen aber ich bin auch wie ich es erwähnt habe für die Group Treasury also für die Refinanzierungsfunktion innerhalb der gesamten Gruppe zuständig.
00:06:19: Der Group Treasury ist Matthias Bergner und da ist es wichtig dass wir in den Büchern in denen wir Risiko fahren natürlich immer unsere Risiken können.
00:06:28: das heißt sie quantifizieren Sie verstehen uns sie kennen Und dann kannst du auch, basierend auf den Informationen die Du hast Entscheidungen treffen.
00:06:37: Aber Du musst ganz genau Deine Risiken kennen und verstehen!
00:06:40: Dann musst Du sehr gute Informationssysteme haben.
00:06:43: Wir hatten über die Netzwerke gesprochen aber natürlich darüber hinaus Medien Blumenberg etc.. Einfach einen sehr guten Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen.
00:06:53: Und dann muss ich sagen, Gott sei Dank bisher hat mich nichts wachgehalten.
00:06:57: Also gar nicht weil ich so tief und entspannt immer bin sondern weil ich denke dass du mal so agieren musst mit besten Wissen und Gewissen was du heute weißt.
00:07:06: und wenn ich dann das Gefühl habe wir haben das quasi erfüllt Dann gehe auch schlafen und kann schlaven weil Ich denke dass wir eben alles getan haben, um der aktuellen Situation gerecht zu werden.
00:07:18: Und nur im Nachhinein weißt du ja ob die Entscheidung richtig oder falsch war aber du musst in dem hier und jetzt dir sagen ich habe alles dafür getan, um die aktuell beste Entscheidung zu treffen.
00:07:30: Stichwort Entscheidung.
00:07:31: Treffen gab es denn in den vergangenen Monaten eine Entwicklung an den Filanzmärkten bei der Du gesagt hast Jetzt muss sich die Führungsebene einschalten?
00:07:39: Was musste die DZ Bank in diesem Bereich auch tun?
00:07:42: Ja, so ich schalte die Führungsebene immer ein.
00:07:45: Also das heißt meine Direct Reports.
00:07:47: wir arbeiten sehr gut im Team zusammen.
00:07:49: erst gestern hatten wir unser gemeinsames Schluchffix.
00:07:52: also über alle Bereiche die ja sehr verschieden sind werden über die Retail Produkte gesprochen und dann die Groove Treasury strukturierte Finanzierung.
00:08:00: wir setzen uns alle zusammen an einen Tisch Und tauschen Erfahrungen aus.
00:08:04: Das ist unheimlich wertvoll.
00:08:05: dass machen wir einmal als team immer regelmäßig Aber natürlich auch ich selber mit meinen Direct Reports.
00:08:11: Von daher würde ich sagen, das Team ist immer eingeschaltet.
00:08:14: Ich lade das Team auch immer ein mir kontroverse Meinung oder mir konträre Meinungen zu geben weil ich der festen Überzeugung bin dass du gechallengt werden musst positiv um dann am Ende die richtige Entscheidung zu treffen selber für dich.
00:08:29: ja dann stehe als Vorständin.
00:08:32: Das ist mir sehr wichtig.
00:08:33: Von daher sind die immer eingebunden, aber natürlich umso mehr wenn wir in sehr volatilen Zeiten eine Entscheidung treffen müssen ob wir eine Position schließen.
00:08:42: verringern hatten wir jetzt neulich im iranen Krieg natürlich und da finde ich haben wir ein extrem gutes Miteinander.
00:08:49: Du hast ja gerade Volatilität angesprochen.
00:08:51: Volatilität wird er erst dann gefährlich wenn Menschen falsch auf sie reagieren Wenn Sie in Panik verfallen zu schnell handeln oder wichtige Entscheidungen zu lange aufschieben.
00:09:01: Wie gelingt es dir unter einem Team in solchen Situationen klug und besonnen zu agieren?
00:09:05: Gibt es so etwas wie ein gemeinsames Mindset für Krisenzeiten, also eine Haltung oder bestimmte Grundsätze auf die ihr euch unter großem Zeit- und Entscheidungsdruck verlassen könnt.
00:09:14: Ich glaube das ist wichtig nochmal den Begriff der Volatilität im Kapitalmarkt Kontext zu definieren.
00:09:19: Also Volatilität hast erstmal Abweichung vom Mittel nach oben oder nach unten Und die Kapitalmärkte bzw.
00:09:27: die Banken haben ja auch Funktionensicherheit, wenn du sagst ne Volatilität ist eine Abweichung einer Unsicherheit rauszunehmen Das ist ja unsere originäre Funktion.
00:09:36: Wenn du jetzt an Hatching oder Absicherung denkst und von daher sind Kapital-Märkte dann auch sehr aktiv, wenn die Volatilität hoch ist.
00:09:46: Wenn sie sehr niedrig ist, dann hast du eigentlich weniger Aktivität.
00:09:49: das bedeutet Volatillität an sich erst mal nicht negativ d.h.
00:09:52: einfach es gibt Ausschläge Es passiert etwas und dann ist eigentlich die Rolle der Banken, um so wichtiger Risiko rauszunehmen zum Beispiel für unsere Firmenkunden oder Strukturen unseren institutionellen Kunden zu präsentieren.
00:10:07: Und von daher sehe ich das auch jetzt erst mal nicht als negativ sondern es ist tatsächlich auch objektiv gesehen kapitalmarktgeschäft belebend.
00:10:16: deswegen siehst du auch dass andere Investmentbanken extrem gute Zahlen geliefert haben wir selber auch im Kapitalmarkt Geschäft weil wir von der Volatilität profitiert haben.
00:10:26: Also es ist wichtig, einmal so einen kühlen Kopf zu bewahren und das nicht als schlecht zu titulieren sondern eher zu analysieren.
00:10:33: was bedeutet das jetzt für meine Kunden?
00:10:36: wie kann ich helfen?
00:10:37: Und welche Beraterfunktion kann ich da einnehmen als Bank?
00:10:41: Schauen wir mal auf die Anlegerperspektive Immer mehr Anleger weltweit investierenden Kapitalmarktprodukte.
00:10:48: Gleichzeitig können Großinvestoren wie Assetmanager, internationale Banken oder Staatsfonds auch große Mengen an Assets absorbieren.
00:10:55: Hinzu kommt das stetig nur Investorinnen und Kapitalmarkt Produkte investieren wollen.
00:10:59: bei Corporates- und institutionellen Kunden steigen die Volumina.
00:11:03: Weltweit kommen Millionen neue Retail-Investoren hinzu, die erstmalig in Kapitalmarkprodukte investiert werden.
00:11:09: Welche Chancen ergeben sich denn daraus?
00:11:11: Also wenn du mal nach Deutschland schaust, bedeutet das erst einmal eine strukturelle Änderung die auf uns zukommt und zwar den Kapitalmarkt als Chance zu sehen.
00:11:20: Und da spreche ich ganz konkret über die Rentenreform, Frühstattrente, Altersvorsorge-Dippo – der ist ja einer der überschriften Kapitalmarkt als Chance und eben nicht als Risiko.
00:11:31: Das ist mir nochmal ganz wichtig.
00:11:32: auch zu betonen dass es eine Accessibility geben wird meiner Meinung nach auch in Deutschland, die wir in den letzten Jahrzehnten so nicht gesehen haben.
00:11:41: Dies aber in anderen Ländern gab zum Beispiel in den nordischen Ländern und das kann erst mal eine Chance bedeuten.
00:11:47: Übrigens nicht nur für die Bürgerinnen und Bürger, die einen anderen Axis haben werden, aber auch für den Standort Deutschland oder Europa eventuell wenn diese Investitionen eben wieder nach Europa oder Deutschland fließen.
00:11:59: Und das ist das was ich mit so einem Win-win Bezeichne, wenn ich das sage.
00:12:03: Dass es erst mal beflügelnd ... So jetzt habe ich's für beide Seiten wirken kann.
00:12:10: Nichtsdestotrotz je mehr Retail Investitionen du hast und du hast es gesagt, das ist richtig.
00:12:16: Wir haben spätestens seit Corona einen sehr starken Anstieg vorher natürlich auch aber durch Corona nochmal ein stärkeren Anstiege ändert das was mit der Dynamik der Märkte Und das haben mein Team und ich auch im Iran Krieg beobachtet.
00:12:29: Ende Februar hatten wir uns darauf eingestellt dass wir mehr Volatilität und auch den Ausreißer nach unten in den Aktienmärkten sehen werden.
00:12:37: die haben sich relativ schnell erholt Und das hängt wiederum auch mit der Komposition, der Aktienmärkte zusammen relativ zu vor zwanzig Jahren.
00:12:46: Das Gleiche gilt auch für Gold.
00:12:48: Gold waren mehr institutionelle Investoren, Zentralbanken etc.
00:12:52: unterwegs und du hast ja gesehen wie stark der Goldpreis nach unten geschwankt ist nach dem Iran Krieg.
00:12:59: Deswegen ist es wichtig gerade in meinem Beruf mit meinem Team die Komposition also was sind die Akteure im Kapitalmarkt?
00:13:06: In jeder Essertklasse versuchen zu verstehen und da auch immer up to date zu bleiben.
00:13:12: Du hast es ja eigentlich schon angesprochen, wenn wir aber auf die Perspektive der Anlegerinnen und Anlegers schauen was sollten sie in so einer Marktphase sein lassen?
00:13:20: Und was sollten Sie konsequent tun?
00:13:22: Was wichtig ist sich zu fragen welches Ziel man verfolgt mit einer Anlage und da würde ich immer sagen dass das gut ist ein langfristiges Ziel zu verfolgen.
00:13:33: Das heißt, dann sollte man Geduld und Durchhaltevermögen mitbringen.
00:13:37: Und vielleicht mit kleineren Summen pro Monat sparen als zu sagen ich investiere jetzt achtzig Prozent meines Vermögens in XY.
00:13:44: Das heißt also die alten Kriterien der Diversifikation gelten meiner Meinung nach immer noch und sind immer noch aktuell nicht altmodisch.
00:13:52: und eben das Kriterium der Langfristbetrachtung.
00:13:56: Ich gebe dir mal ein Beispiel wenn du deinen Geld einfach auf dem Sparkonto hast, dann würde man denken vermeintlich das ist ja sicher.
00:14:03: Mark sein im Sinne des Defaults hängt natürlich von der Bank ab aber das mag schon sein.
00:14:08: nur wenn du dir die Wertminderung deines Geldes anschaust aufgrund der Inflation etc.
00:14:14: nach X Jahren dann ist es vielleicht keine so gute Idee gewesen und deswegen ist ein Mix wichtig mit verschiedenen Ersetklassen Und jeder Anleger, jede Anlegarin sollte sich fragen was für ein Ziel verfolge ich eigentlich damit.
00:14:27: Wichtiger Punkt und welche Rolle spielt dabei gute Beratung?
00:14:30: Wie kann sie dabei helfen dass aus Volatilität keine überstürzen Reaktionen entstehen sondern bessere und langfristig tragbare Entscheidungen.
00:14:38: Ja wir haben ein unheimlich starkes Anlage Universum natürlich jetzt auch bekommen also Stichwort Accessibility.
00:14:45: das ist sehr groß und da kann es sicherlich helfen und sollte helfen, dass man Expertinnen und Experten hat die einem weiterhelfen.
00:14:53: Und auch da hat sich natürlich der Markt geändert – also Stichwort Finfluencer
00:14:57: etc.,
00:14:57: meine persönliche Überzeugung ist das wir gerade mit den Genossenschaftsbanken vor Ort die dreißig Millionen Retail-Kunden, die wir insgesamt haben in der GFG genau in dieser Frage, Aris, die du gestellt hast.
00:15:09: Also wie betreut man jemanden?
00:15:11: Wir können diese Frage optimal beantworten weil wir vor Ort sind und weil wir die Nähe zu den Menschen haben, weil wir Gespräche anbieten können um die richtigen Entscheidungen zu treffen und deswegen glaube ich, man muss beides fahren.
00:15:23: Also einen natürlich stark digitalen Ansatz in der heutigen Zeit das ist ganz wichtig aber auch nicht vergessen dass jeder Anleger jede Anlegarin auch ein unterschiedliches Ziel verfolgt und das dann in einem persönlichen besprechbar Bedarf zu erörtern ist glaube ich eine Stärke der Gruppe dass wir das zumindest anbieten können.
00:15:40: Stichwort Digitalisierung.
00:15:42: Wohlartile Märkte sind ja nicht nur durch wirtschaftliche Herausforderung geprägt sondern auch eine Datenherausforderung.
00:15:48: Wenn sich die Märkte schnell verändern, brauchen Banken aktuelle und zuverlässige Informationen.
00:15:52: Sind die Daten unvollständig veraltet oder nicht miteinander verbunden?
00:15:56: Erkennen Bankenrisiken möglicherweise zu spät oder treffen sogar falsche Entscheidungen.
00:16:01: Wenn das gleichzeitig bei vielen Banken passiert ist dann vielleicht ein Risiko dass daraus Probleme für das ganze Finanzsystem entstehen können.
00:16:09: Ja so natürlich wie du richtig sagst es sehr wichtig dass wir aktuelle Informationssysteme haben akurate Informations Systeme.
00:16:17: Da würde ich sagen, alle Banken die extrem stark im Kapitalmarkt sind und dort entsprechend exponiert sind haben da gute Informationssysteme.
00:16:25: Sonst kannst du das überhaupt gar nicht bewerkstelligen.
00:16:28: Übrigens nicht nur auf der sogenannten Frontoffice-Seite im Geschäft sondern natürlich auch auf der Second Line Funktion im Risikokontrolling
00:16:36: etc.,
00:16:36: also das ist keine Frage!
00:16:38: Das muss man als Bank dem Kapitalmarkt agiert auf jeden Fall haben.
00:16:42: von daher würde ich davon ausgehen dass jede Bank das haben sollte und dementsprechend kein Riesen, sozusagen Informationsverlust oder ein Informationsmangel bestehen sollte.
00:16:54: Ich glaube die andere Frage ist... angesichts der Tatsache, dass die Informationssysteme allerdings auch teurer werden.
00:17:00: Also wo war das?
00:17:00: Wo geht es dahin und wie entwickelt sich Informationsbeschaffung in der Zukunft?
00:17:06: Ich finde das persönlich sehr spannend.
00:17:08: also was passiert mit diesen traditionelleren Systemen?
00:17:11: ich selber bin mit Bloomberg und Reuters heißt gar nicht mehr so aufgewachsen.
00:17:16: nutze Bloomberg immer noch aber wir entwickeln sich diese Informationsysteme weiter.
00:17:19: ich selber finde das total spannend Aber wie gesagt sollte eigentlich jede große Bank gute Informationen haben, sodass es dann nicht zu dem systemischen Risiko von dem du gesprochen hast kommen sollte.
00:17:30: Gehen wir mal auf die persönliche Ebene.
00:17:33: Du hast Finanzmärkte in London und Dubai in Deutschland erlebt.
00:17:37: Ich habe in mehreren Interviews von dir gelesen, dass du gerne meditierst, Yoga machst, betest.
00:17:41: Ist das dein persönlicher Anker wenn es an den Märkten stürmisch wird?
00:17:46: Und was hilft dir denn noch unter hohem Druck den Blick für das wesentliche zu behalten und Entscheidungen mit klarem Verstand rational zu treffen?
00:17:53: Ja ich würde sogar sagen ist das andersherum?
00:17:56: also mein persönliches Anker ist genau das was du genannt hast und zwar das was mich als Person ausmacht.
00:18:02: Das ist mein Anker.
00:18:03: und dann ist hinzugekommen, meine Passion für Finanzmärkte.
00:18:06: Aber nicht andersrum!
00:18:08: Und ich habe das mal in einem Gespräch was ich gehört habe verglichen mit einer Kuppel.
00:18:13: Eine Kuppe ist ein architektonisch sehr spannendes Konstrukt und es sollte Standhalten zum Beispiel starken Winden oder Witterungseinflüssen vielleicht erdbeben und extrem stabil funktioniert nur weil du verschiedene Pfeiler hast, auf der die Kuppel steht.
00:18:32: Und ein ganz starkes Fundament und mein Persönlichstfundament ist mein Glaube natürlich meine Herkunft was ich selber für mich möchte.
00:18:41: das ist so mein Fundament meine Familie.
00:18:43: da spielen ganz viele Sachen eine Rolle.
00:18:46: und dann gibt es die pfeiler.
00:18:47: das sind die Ausprägungen meiner Persönlichkeit also beruflicher Art etc.
00:18:52: Ich glaube wenn du so denkst unten ist dein fundament und dann baust du dir etwas auf.
00:18:57: Dann ist das ein Bild, was ich für mich eher unterschreiben würde als andersrum.
00:19:01: Sozusagen reaktiv auf stressige Finanzmarktmomente reagiere ich mit Beten sondern nein andersrum.
00:19:08: Ich bin die Person, die ich bin und habe eine extreme Passion für die Finanzmärkte.
00:19:12: Schön, sehr inspirierend
00:19:14: Danke.
00:19:16: Du kommst aus Algerien oder?
00:19:18: Ja,
00:19:18: korrekt Meine Eltern kommen aus Algerie und da hab' ich auch noch viel Familie und einen großen Bezug.
00:19:24: Sehr spannend.
00:19:25: Ein Thema für eine andere Folge
00:19:26: auf jeden Fall.
00:19:28: Zum Abschluss habe ich noch drei kurze Fragen an dich, die Herausforderung besteht darin sie jeweils nur mit einem Satz zu beantworten?
00:19:34: Mr.
00:19:36: Ready?
00:19:36: Ich versuch's!
00:19:37: Du versuchst es, das kriegen wir hin.
00:19:39: Wohler-Telekapitalmärkte sind für dich eher Risikoschance oder beides zugleich?
00:19:44: Normalität.
00:19:46: Das ist sogar ein Wort nicht nur ein Satz was du seitdem ich arbeite.
00:19:51: Sorry, jetzt erkläre ich doch.
00:19:52: Aber ich glaube nach dem einen Wort sollte man es erklären.
00:19:55: Seitdem ich arbeite habe ich Volatilität gesehen.
00:19:58: In den Jahren des Jahrhunderts hab ich angefangen bei der Finanzkrise.
00:20:02: Du hast das selber gesagt dann die südeuropäische Staatenkrise
00:20:05: etc.,
00:20:06: und das brachte immer Volatilität mit sich.
00:20:08: Und deswegen kenne ich das nur so und für mich ist das normal.
00:20:11: du musst damit umgehen können.
00:20:14: Ein Fehler den Anlegerinnen und Anlegers und Unternehmen in volatilen Phasen unbedingt vermeiden sollten!
00:20:20: Keinen kühlen Kopf zu bewahren.
00:20:24: Wenn du dich auf eine einzige Fähigkeit festlegen müsstest, welche Fähigkeiten brauchen Menschen in Banken und Finanzbereichen jetzt am meisten um in unsicheren Märkten gute Entscheidungen zu treffen?
00:20:34: Bescheidenheit!
00:20:36: Wieder ein Wort, finde ich gut.
00:20:39: Wenn wir aus unserem Gespräch Einfahrt ziehen dann vielleicht dieses, wo.
00:20:43: Lertilität ist nicht automatisch eine Krise.
00:20:45: Sie ist aber ein ehrlicher Stress-Test für Strategien und Geschäftsmodelle, für die Qualität von Daten und Entscheidungen.
00:20:52: Und am Ende auch für die Menschen, die diese Entscheidung treffen müssen.
00:20:55: Welche Aspekte willst du denn noch ergänzen?
00:20:57: Ich finde, Du hast das perfekt zusammengefasst!
00:20:59: Also von daher gibt es eigentlich meinerseits nichts zu ergänzten.
00:21:03: Schön So hat.
00:21:04: vielen Dank für das Gespräch, vielen Dank dass ich dabei sein konnte und vielen dank für den Einblick in die Kapitalmärkte und in das Maschinenhaus der DZ Banken.
00:21:11: Ja sehr gerne!
00:21:11: Vielen Dank dass Ich dabei sein durfte bei Deiner Folge und herzlichen Dank.
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