Täglich im Einsatz, ständig in Bewegung: Transaction Banking im Wandel
Shownotes
Transaction Banking ist täglich im Einsatz und ständig in Bewegung. Gerade deshalb lohnt sich ein genauer Blick darauf, wie stark sich dieses Geschäft derzeit verändert. Kundenerwartungen verändern sich, Echtzeit wird zunehmend zum Standard und Plattformen und KI verändern Prozesse und Geschäftsmodelle. Gleichzeitig entwickelt Wero das Bezahlen weiter. Und Tokenisierung und neue digitale Geldformen werfen die Frage auf, wie das Transaction Banking von morgen aussehen wird.
In der neuen Folge Finanzrauschen spricht Ares Abasi mit Andrea Meier, Leiterin Geschäftsfeldsteuerung & Strategie Transaction Banking bei der DZ BANK, darüber, was uns im Transaction Banking aktuell beschäftigt: Wie stärken wir das heutige Geschäft, machen es effizienter, schaffen damit Freiraum und bauen gleichzeitig das Geschäft von morgen auf?
Dabei geht es vor allem um eines: Fokus. Was schafft echten Kundennutzen, was macht uns strukturell besser und wo entsteht neues Geschäft?
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00:00:04:
00:00:10: Transaction Banking arbeitet häufig genau dort, wo Kunden es eigentlich kaum bemerken.
00:00:15: Gerade deshalb lohnt sich ein genauerer Blick – was läuft denn im Hintergrund?
00:00:19: Warum ist das für Banken strategisch wichtig und was verändert sich
00:00:23: gerade?".
00:00:24: Darüber spreche ich heute mit Andrea Meier.
00:00:26: Sie verantwortet Strategie, Steuerung und Innovation in Transaction-Banking bei der DeZ Bank.
00:00:31: Andrea schön, dass du heute mein Gast beim Finanzrauschen bist!
00:00:33: Hallo Aris, herzlich willkommen bei der DZ Bank und danke dass ich heute bei dir im Podcast sein darf.
00:00:38: Bevor wir in Strategien und Technologien einsteigen was begeistert dich denn persönlich an dem Thema Transaction Banking am meisten?
00:00:45: Mich begeisterte Transaction-Banking eigentlich jeden Tag aufs Neue weil es überall um uns herum ist und trotzdem kaum jemand bewusst darüber nachdenkt.
00:00:54: letztendlich ist Transaction banking für mich im Grunde das Herzkreisel auf System unserer Wirtschaft.
00:01:00: ob wir uns morgens den Kaffee holen und kontaktlos bezahlen, ob der Maschinenbauer seinen Lieferanten in Übersee bezahlt oder der Händler abends abrechnet.
00:01:10: Oder ob ich meinen Wertpapier-Sparplan einrichte – genau in diesen Momenten müssen im Hintergrund Werte absolut sicher und fehlerfrei bewegt und verwahrt werden!
00:01:22: Und wenn das alles gräuschlos funktioniert merkt es niemand?
00:01:25: Und ehrlich gesagt Genau das ist dann wahrscheinlich das größte Kompliment, dass man uns im Transaction Banking machen kann.
00:01:31: Diese Verlässlichkeit, die ein Stück weit auch zu unserer DNA gehört und gleichzeitig – das macht die Aufgabe gerade so tierisch spannend – verändern sich die Spielregeln im Geschäft grad fundamental.
00:01:44: Echtzeitzahlungen und echt Zeit werden zum Normalzustand.
00:01:48: Mit Vero haben wir ein neues Bezahlverfahren in Europa geschaffen an den Staat gebracht.
00:01:53: Die klassischen Bankleistungen wandern immer tiefer in digitale Plattformen und in die Unternehmenssoftware ab.
00:02:01: Und künstliche Intelligenz automatisiert Prozesse, die wir jahrelang manuell betrieben haben.
00:02:07: Wenn wir dann noch auf Tokenisierung neue digitale Geldformen schauen, dann sprechen wir langfristig von einer komplett neuen Art Vermögenswerte- und Geldwerte zu bedienen und zu synchronisieren.
00:02:18: Genau in dieser doppelten Anforderung liegt für mich die Faszination.
00:02:23: Auf der einen Seite stehen wir für absolute Stabilität und Ausfallsicherheit, Vierundzwanzig Sieben.
00:02:30: Und gleichzeitig bauen wir schon mit voller Kraft am Geschäft von morgen.
00:02:34: Und beides muss am Ende für unsere Kunden und Kundinnen attraktiv sein – und für die Ortsbanken sich dann auch noch rechnen!
00:02:41: Über die veränderten Spielregeln kommen wir gleich nochmal zu sprechen.
00:02:45: Andrea wenn Menschen von ihrer Bank sprechen meinen sie meist ein Konto oder eine App oder ein Beratungsgespräch.
00:02:51: Transaction Banking ist dann aber wieder etwas, was im Hintergrund läuft.
00:02:54: Wo begegnet uns das denn im Alltag oft auch ohne dass wir das überhaupt merken?
00:03:00: Eigentlich praktisch in jeder wirtschaftlichen Sekunde unseres Lebens – ob ich jetzt im Supermarkt an der Kasse stehe und bezahle!
00:03:08: oder ob der Sportverein pünktlich zum Monatsanfang die Mitgliedsbeiträge per Lastschrift einzieht.
00:03:13: Das ist Transaction Banking, es ist aber genauso wenn die Großeltern eine Goldman zu kaufen und ihrem Enkel zu Weihnachten schenken wollen oder wenn der mittelständische Familienbetrieb seine Rechnung für Spezialkomponenten aus Asien bezahlt oder wenn ich meinen Fondsparplan in der App abschließe.
00:03:32: So unterschiedlich diese Situation alle sind Hinter allen steht am Ende Transaction Banking.
00:03:39: Es ist halt mehr als der klassische Zahlungsverkehr im Innen- und Ausland, es ist Payments insgesamt – es umfasst die Wertpapierabwicklung, die Verwahrung.
00:03:48: genauso gut gehören das Bargeldmanagement der Handel mit Edelmetalln dazu.
00:03:53: Und wenn ich es jetzt für einen Außenstehenden zusammenfassen würde, würde ich einfach sagen wir sorgen im Transaction Banking dafür dass Geld und Vermögenswerte sicher von A nach B transportiert werden dort verlässlich ankommen und das ohne Kompromisse.
00:04:09: Das ist systemkritische Infrastruktur, das ist aber eben nicht nur Technik-und Maschinenraum.
00:04:16: Transaction Banking ist genauso gut ein häufiger fast täglicher Kundenkontakt und an unseren Plattformen hängen ganz viele Prozesse für die Kundenschnittstelle und unsere Kunden.
00:04:29: Das heißt, Transaction banking ist letztendlich unverzichtbare Infrastruktur und aktives, ertragsrelevantes Geschäft.
00:04:37: Warum ist in Transaction Banking wie die Wettbewerbsfähigkeit einer Bank so entscheidend?
00:04:41: Da kommen für mich de facto zwei Hebel zusammen.
00:04:45: Das eine ist die Kontakthäufigkeit zum Kunden das andere ist der stabile planbare Ertragsfundament.
00:04:52: aber wir müssen auch sagen dass Geschäftsfeld steht vor tiefgreifenden Umbrüchen.
00:04:56: der Realität müssen wir einfach ins Auge schauen.
00:04:59: nehmen wir den klassischen Zahlungsverkehr Hier stehen die Margen seit Jahren unter Druck.
00:05:04: Die traditionellen Gebührenerlöse erodieren weiter, ich habe das Thema Echtzeit vorhin angesprochen.
00:05:11: Gleichzeitig treten globale Big Tech-Konzerne mit ihrer enormen Finanzkraft an um sich zwischen den Kunden und Bank zu schieben.
00:05:21: Und mit dem digitalen Euro steht die nächste Großveränderung ja de facto schon wieder vor der Tür.
00:05:26: Deshalb geht es für mich neben der Frage wie verteidigen wir unsere Kundenschnittstelle?
00:05:31: Auch die Frage zu beantworten, wofür braucht unser Kunde uns morgen noch und mit welchen Leistungen stiften wir dann einen echten Mehrwert für die unser Kunden auch bereit ist zu bezahlen.
00:05:43: Lass uns das an Vero festmachen!
00:05:46: Auf der übergeordneten Ebene geht es natürlich um europäische Souveränität.
00:05:51: Es geht klar darum dass wir uns in Europa eben nicht komplett von außereuropäischen Monopolen abhängig machen.
00:05:59: Für einen Volks- und Reifeisenbank vor Ort ist es aber noch ganz anders greifbar.
00:06:04: Nutzen die Menschen in der Region Vero, ist die Power Banking App der Ort an dem der Alltag des Bezahlens ihrer Kunden stattfindet oder wandert dieser tägliche Kundenkontakt zu anderen Wettbewerbern ab?
00:06:18: Und bei Firmkunden sind wir genau dieselbe Dynamik – der reine Transfer von Betrag X vom Konto A auf Konto B wird immer mehr zur austauschbaren Standardware.
00:06:30: Der wirkliche Wert entsteht inzwischen drum herum,
00:06:33: d.h.,
00:06:33: in automatisierten Rechnungsprüfungen, in integriertem Betrugsschutz, in Verfahren wie Request-to-Pay oder in Bankleistung die direkt in die Buchhaltungssoftware der Kunden eingebettet sind.
00:06:45: D.h.
00:06:45: für uns das heutige Geschäft verteidigen und unsere Kunden heute eng an uns binden und gleichzeitig herausfinden, wie wir mit Transaction Banking die neuen Erträge von morgen sichern können.
00:07:00: Du hast es gerade angesprochen – die Spielregeln verändern sich!
00:07:03: Wenn du die vielen Entwicklungen sortierst, welche zwei oder drei machen derzeit wirklich den Unterschied und verändern auch das Geschäft?
00:07:11: Da würde ich tatsächlich dreizentrale Treiber herausgreifen.
00:07:15: Das sind Plattformgeschäft, künstliche Intelligenz und Digitalisierung von realen Werten.
00:07:20: Das erste sind die Plattformen oder auch Embedded Finance.
00:07:24: Das bedeutet de facto, Banking kommt zum Kunden und nicht mehr umgekehrt.
00:07:29: Unsere Logik war jahrzehntelang der Kunde öffnet sein Online-Banking seine Banking App geht in die Filiale weil er etwas erledigen will.
00:07:36: In Zukunft ist die Bankleistung genau dort integriert wo der kunde ohnehin lebt arbeitet oder seiner Entscheidung trifft das heißt beim Privatkunden beispielsweise Niemand wacht morgens auf und sagt, heute möchte ich ein Bezahlprodukt kaufen.
00:07:52: Ich möchte im Baumarkt einkaufen oder online eine Reise buchen Und das bezahlen darf dabei kein störender Fremdkörper sein oder einen Medienbruch verursachen.
00:08:01: Es muss sich einfach wie von selbst in den Kaufprozess einfügen.
00:08:04: Das heißt für uns Wir sind mit unserer Leistung künftig genau in der Sekunde und an dem digitalen Ort präsent, an dem der Kunde uns braucht.
00:08:14: Das zweite sind für mich das Thema künstliche Intelligenz beziehungsweise Identity GI.
00:08:19: Da schaue ich nicht in erster Linie auf Chatbots, auf Webseiten sondern wirklich spannend wird es für mich dort wo die KI anfängt echte Routinearbeit abzunehmen.
00:08:31: Nehmen wir mal ein Unternehmer mit verschiedenen Betriebskonten eventuell noch mehreren Währungen und hunderten Transaktionen am Tag.
00:08:39: Dort verbringt heute in der Regel ein Buchhalter wertvolle Zeit damit, Rechnung manuell zuzuordnen, Zahlungsdifferenzen aufzuklären, offene Posten abzugleichen.
00:08:49: Und ganz ehrlich?
00:08:50: Ähnlichen Abstimmaufwand haben wir auch – in unseren internen Abwicklungsprozessen!
00:08:55: Und hier kann KI uns Freiraum bringen und wirklich echte Effizienzen heben, indem Abstimmung- und Transaktionszuordnung beispielsweise automatisiert werden.
00:09:07: Künftig werden Systeme die Prozesse nicht nur zusammenfassen, sondern tatsächlich innerhalb klar definierter Regeln Transaktionen eigenständig vorbereiten und anstoßen.
00:09:18: Das ist heute noch kein flächendeckender Standard aber die Richtung in dies geht es eindeutig.
00:09:24: KI verändert also nicht nur die bunte Oberfläche des Bankings, sondern greift tief in die Prozess dahinter ein – genau an diesen Kernprozessen müssen wir künftig für unsere Kunden dranbleiben!
00:09:35: Das dritte Thema ist für mich Tokenisierung.
00:09:38: Das Wort klingt sehr technisch, ist aber eigentlich ganz einfach.
00:09:43: es bedeutet dass reale Werte und Geld auf einer manipulationssicheren digitalen Infrastruktur abgebildet werden und damit auch nahtlos zusammenwachsen.
00:09:53: Damit wird so einiges möglich zum Beispiel programmierbares Geld in Verbindung mit sogenannten Smart Contracts.
00:10:00: das heißt jetzt konkret.
00:10:02: nehmen wir das Beispiel eines Maschinenbauers Der Maschinenbauer liefert eine Anlage.
00:10:07: Die Zahlung dafür wird vollautomatisch in der Sekunde freigegeben, in der die Ware per Barcodescan im Lager des Kräufer eintrifft.
00:10:15: Kein manuelles Nachhaken mehr, keine Zahlungsverzögerung und kein Ausfallrisiko – ganz einfacher digitaler Prozess im Moment in dem die Ware geliefert wird!
00:10:25: Aber keine Angst, niemand erwartet dass die Bank vor Ort ab morgen alles beherrscht.
00:10:30: Denn hier genau sehe ich die Rolle von uns im Transaction Banking in der Zentralbank.
00:10:36: Wir schlagen die Brücke zwischen den bewerten Kernbankwelten, der bewährten Abwicklungswelt und diesen neuen Technologien.
00:10:43: Unser Ziel ist das die Banken vor Ort dann handlungsfähig sind sobald ihre Kunden diese Lösung brauchen.
00:10:49: Wenn wir uns neue Technologin anschauen was können wir denn vom digitalen Wettbewerbern lernen?
00:10:53: Ganz klar die Konsequenz, mit der Sie die Komplexität von Ihren Kunden fernhalten.
00:10:59: Dass eine App heute stabil läuft?
00:11:00: Dass sie komfortabel zu bedienen ist und dass sie schnell laden muss – das ist ne Grundvoraussetzung!
00:11:05: Ich glaube darüber müssen wir in den nächsten Jahren nicht mehr diskutieren.
00:11:09: Die spannende Frage lautet doch wie viel von unserer eigenen internen Komplexkeit buten wir unseren Kundinnen und Kundentäglich zu?
00:11:18: Wir müssen uns aber auch nichts vormachen, Transaction Banking ist ein hochkomplexes Gebilde fachlich und rechtlich.
00:11:25: Wir haben unterschiedliche Zahlungsverkehrsformate wir haben internationale Korrespondenzbanknetzwerke, wir haben komplexe Verwahrketten, strenge Compliance-Vorgaben und für jedes Spezialthema eigene Experten.
00:11:37: Das ist fachlig alles absolut berechtigt und notwendig.
00:11:41: Aber die Kunden wollen diese Komplexität schlichtweg nicht sehen.
00:11:45: Nehmen wir den mittelständischen Unternehmer.
00:11:47: Er betreibt vielleicht ein Ladengeschäft, importiert Waren aus Europa, exportiert weltweit Bezahlte Lieferanten, muss täglich Liquiditätssteuern und freie Gelder anlegen.
00:11:58: Für uns sind das vielleicht mehrere getrennte Fachwelten und Systeme – der mittelständische Unternehmer braucht einen Ansprechpartner für alle seine Themen.
00:12:07: Und deshalb heißt es für mich unsere Komplexität im Transaction Banking darf niemals zur Komplexkeit unserer Kunden werden!
00:12:15: Unsere Aufgabe ist es, die Komplexität im Hintergrund zu beherrschen und zu orchestrieren.
00:12:21: Wenn der Kunde unsere volle Leistungsfähigkeit nutzen möchte dann muss er dafür nicht unsere Komplexkeit verstehen müssen.
00:12:28: Und wenn uns das gelingt, dann verwandeln wir Komplexitet in echten Wertbewerbsvorteil.
00:12:33: Natürlich haben wir als genossenschaftliche Finanzgruppe super viele USPs, die ein digitaler Wettbewerber nicht nachahmen kann.
00:12:39: welche wären denn das zum Beispiel?
00:12:42: Okay, da komme ich jetzt nicht mit dem Schlagwort nähe.
00:12:45: Inzwischen behaupten auch FinTech-Dienstleister kundener zu sein?
00:12:50: Richtig!
00:12:51: Aus meiner Sicht liegt unser Vorteil in der einzigartigen Kombination aus dem tiefen Vertrauen der Banken vor Ort und dem hochspezialisierten leistungsfähigen Team im Verbund.
00:13:02: Das ist für mich aber als Stärke noch lange kein Selbstläufer.
00:13:05: Die Stärke entsteht für mich nicht dadurch, dass wir viele Spezialisten im Transaction Banking irgendwo haben.
00:13:13: Sie entsteht dann wenn wir es tatsächlich schaffen die Lösung für unsere Banken vor Ort so einfach bereitzustellen ohne Reibungsverluste, ohne Hürden das sie direkt beim Kunden ankommen.
00:13:24: und dann können wir tatsächlich die Stärke der Bank vor Ort mit Kenntnis der Kunden, Kenntniss der regionalen Besonderheiten, der regional in Wirtschaft Und unsere Spezialisten im Transaction Banking in einen handfesten Kundenvorteil verwandeln.
00:13:40: Für eine einzelne Volksbank Greifeisenbank können diese ganzen Veränderungen ja wahnsinnig mächtig groß wirken, ne?
00:13:45: Was bedeutet das denn für eine Volksbank vor Ort?
00:13:47: alles?
00:13:48: Also gerade für die Mitarbeiter vor Ort in der Volksbank stelle ich mir vor wirken die Themen erschlagend aber auch grade.
00:13:55: sie können die Themen pragmatisch angehen.
00:13:58: Also der erste Schritt ist für mich einfach konsequent auf die Lösungen zu setzen, die heute schon einsatzbereit auf dem Tisch liegen.
00:14:04: Vero ist dafür das beste Beispiel.
00:14:07: Da müssen wir nicht über das Jahr twenty-fünfunddreißig spekulieren sondern die praktische Frage hier ist doch haben unsere Kunden und Kundinnen Vero auf dem Schirm?
00:14:16: Nutzen sie es schon!
00:14:17: Und können wie ihnen im Gespräch in zwei bis drei einfachen Sätzen vermitteln welchen Mehrwert es ihnen bietet.
00:14:23: Der zweite Schritt is' Die Kundenprobleme verstehen und überlegen, welche Lösungen kann ich meinem Kunden bieten.
00:14:30: Denn die spannende Kombination ist es doch vor Ort, die Kundenprobleme zu verstehen und gemeinsam aus der Gruppe heraus die Lösung bereitzustellen.
00:14:38: Wo liegt in deiner Meinung nach die größte Chance?
00:14:42: Die größte Chance liegt aus meiner Sicht darin dass wir mit den Ortsbanken sehr nah am Kunden sind das heißt die Bedürfnisse unserer Kunden sehr früh und sehr schnell verstehen.
00:14:53: Wir können die Kundennähe der Volksbanken mit dem frühen Erkennen technologischer Trends so verbinden, dass wir sie frühzeitig aufnehmen, verproben und dann den Banken vor Ort marktreife Lösungen verlässlich im Werkzeugkasten bereitstellen.
00:15:08: Sobald ihre Kunden sie benötigen!
00:15:10: Das heißt unsere USPs als Genossenschaften vereinen mit den USPs von dem digitalen Wettbewerber?
00:15:15: Dann können wir theoretisch unschlagbar werden
00:15:17: richtig?!
00:15:18: Ja okay Nun ist es ja so, dass Banken nicht jedes Thema gleichzeitig behandeln können.
00:15:23: Wenn du dich auf drei Dinge konzentrieren müsstest bzw priorisieren müsstest – womit würdest du beginnen?
00:15:30: Ich würde kein Einzelthema herausgreifen sondern ich würde drei Zeithorizonte konsequent zusammendenken.
00:15:38: Das erste ist das heutige Geschäft mit aller Kraft verteidigen und weiter ausbauen.
00:15:43: Mit Zahlungsverkehr, Vero mit unserem internationalen Geschäft den modernen Händler-Lösungen der Wertpapierabwicklung haben wir heute sehr profitable tragfähige Geschäftsmodelle und wir müssen jeden Tag daran arbeiten dass wir hier wettbewerbsfähig bleiben.
00:15:59: Das zweite ist es diese Geschäfte konsequent effizient und zukunftspfähig aufzustellen!
00:16:05: Unser Wachstum nützt uns nichts wenn mit steigendem Volumen und steigenden Transaktionen die internen Kosten und der manuelle Aufwand genauso schnell mitwachsen.
00:16:16: Damit wir nachhaltig wachsen können, gilt es neue Technologien gezielt einzusetzen und unsere Abwicklungsplattform stetig weiterzuentwickeln.
00:16:26: Es hat aber auch noch einen zweiten Grund – unsere Plattform sind das Fundament damit wir überhaupt digitale Dienste an der Kundenschnittstelle anbieten können!
00:16:36: Mit KI und Agente.gi haben wir zentrale Hebel, damit wir stärker skalierbar sind und unsere Plattform zukunftsicher machen.
00:16:45: – und drittens gilt es dann für mich frühzeitig aber gezielt das Geschäft von morgen zu erschließen!
00:16:52: Wir müssen rechtzeitig tragfähige Geschäftsmodelle in Bereichen wie Embedded Finance, in der Plattformanbindung.
00:17:03: Die Formel ist eigentlich ganz einfach.
00:17:06: Heute die Erträge sichern, die Plattform für morgen hochgradig effizient betreiben und übermorgen im neuen Geschäft stehen.
00:17:14: Bei welchen drei Themen siehst du denn die größten Herausforderungen?
00:17:16: Und warum?
00:17:17: Hier würde ich tatsächlich nur ein Thema herausgreifen – das ist das Geschäft von Morgen.
00:17:22: aus einem ganz einfachen Grund.
00:17:24: Dort wissen wir naturgemäß am wenigsten!
00:17:27: Beim heutigen Geschäft kennen wir unsere Produkte, wir kennen unsere Kunden.
00:17:30: Wir kennen die Wettbewerber und wissen genau wo der Attrak herkommt.
00:17:34: Bei den neuen Geschäftsmodellen ist es komplett anders.
00:17:37: Wir wissen nicht welche Technologie wird sich am Markt durchsetzen?
00:17:40: Wie schnell adaptieren unsere Kunden diese Technologie?
00:17:44: Und vor allen Dingen wissen wir nicht wofür sind unsere Kunden am Ende bereit Geld zu bezahlen.
00:17:49: Genau hier liegt für mich die anspruchsvolle Aufgabe – früh genug dran sein aber nicht jedem halb hinterher laufen!
00:17:56: Kommen wir zu spät, haben andere die Schnittstelle komplett besetzt.
00:18:00: Laufen wir zu früh jedem Hype hinterher?
00:18:02: Dann verbrennen wir im Zweifel zwei Ressourcen für Themen, die am Ende nicht tragfähig sind.
00:18:07: und deshalb brauchen wir aus meiner Sicht nicht nur den Mut zum Starten Wir brauchen gleichzeitig auch die Disziplin auch mal Nein zu sagen oder Dinge konsequent wieder zu stoppen.
00:18:18: Das heißt wir müssen uns tatsächlich fragen wo skalieren wir mit Nachdruck Wo beobachten wir weiter aufmerksam Und was beenden wir ehrlich?
00:18:27: Dann müssen wir dies auch konsequent tun.
00:18:29: Vero ist hier für mich das beste Beispiel, die Lösung ist da und verfügbar.
00:18:35: Nun geht es darum sie zu skalieren und die Lösung tagtäglich im Alltag bei unseren Kunden in Nutzen zu
00:18:41: bringen.
00:18:42: Du hast gerade über Zukunftsgeschäft geredet.
00:18:45: Blicken wir doch mal in die Zukunft!
00:18:46: Wir sitzen dann fünf Jahre noch einmal zusammen.
00:18:48: Welche Entwicklung findest du persönlich am spannendsten?
00:18:52: Mich fasziniert die Verschiebung, die wir in der Wertschöpfungskette sehen und die Dynamik, die sie in letzter Zeit entwickelt total.
00:19:00: Bislang haben wir schon das Action-Banking immer sehr stark über Abwicklung und Payment definiert aber der reinen Transfer verliert einfach seinen Alleinstellungsmerkmal.
00:19:10: Die Wertschüpfung beim Kunden verschiebt sich spürbar weg von dem reinen Geldtransfer hin zu Daten, Regeln, Identitäten Kontrolle, intelligente Orchestrierung.
00:19:22: Auch hier wieder das Beispiel Privatkunde.
00:19:24: Stell dir vor dein Stromvertrag zu Hause wird vollautomatisiert im Hintergrund gesteuert.
00:19:30: Dein E-Auto lädt genau dann in der Stunde, in denen der Strom an der Strombörse am günstigsten ist und die Abrechnungen erfolgt einem Hintergrund über hinterlegte Präferenzen.
00:19:41: Das heißt du lockst dich nicht mehr ein, du prüfst deine Rechnung nicht mehr, du erteilst keine Freigabe mehr!
00:19:47: Beim Firmkunden sieht es ähnlich aus.
00:19:50: Der Tregerer wechselt für die Liquiditätssteuerung gar nicht mehr in drei verschiedene Banking-Portale, die Finanzservices liegen direkt in seinen ERP und Buchungssystemen und einige Systeme greifen dann sicher auf die Bankdaten zu und bereiten Finanz- und Absicherungsentscheidungen vor.
00:20:06: Und das Spannende ist, TXB ist mit all diesen Themen so eng vernetzt da letztendlich immer eine Transaktion oder eine Verwahrung am Ende steht!
00:20:15: Das heißt, für mich ist die spannende Frage.
00:20:18: Sind wir künftig nur noch die austauschbare technische Dienstleistung im Hintergrund?
00:20:23: Oder sind wir künstlich die vertrauenswürdige Instanz, die für die Datensicherheit klare Regeln, Identitätsprüfungen und verlässliche Vernetzung sorgt?
00:20:33: Wenn wir diese Rollen besetzen können, dann sind wir im wirtschaftlichen Alltag unserer Kunden unverzichtbarer denn je selbst wenn unsere Benutzeroberfläche seltener zu sehen ist.
00:20:44: Wir sprechen aktuell wahnsinnig häufig über Innovationen.
00:20:48: Man hat auch das Gefühl, dass junge Kunden immer neue Innovationen erwarten.
00:20:52: Woran erkennst du denn?
00:20:53: Ob KI oder eine andere Technologie ein konkretes Kundenproblem löst oder ob es einfach nur gut aussieht?
00:21:01: Ich stelle mir eigentlich immer drei konkrete Fragen.
00:21:04: Löst es ein echtes spürbares Problem unserer Kunden?
00:21:08: Die zweite Frage macht es unsere internen Prozesse wirklich schneller effizienter?
00:21:14: Und die dritte Frage entsteht daraus ein belastbares neues Ertragsmodell.
00:21:19: Idealerweise beantworten wir mehr als eine dieser Fragen positiv.
00:21:23: Eine KI-Demo beispielsweise kann auf der Bühne wahnsinnig beeindruckend aussehen, aber wenn danach weder ein Problem unseres Kunden gelöst ist noch unsere Prozesse spürbar besser werden, noch relevantes Geschäft daraus entsteht dann ist es für mich keine erfolgreiche Innovation im Transaction Banking Und wir müssen an der Stelle dann auch ehrlich zu uns selbst sein, gerade mit den ganzen Themen die wir im Transaction Banking aktuell vor der Brust haben können und müssen wir nicht alles machen.
00:21:54: Wir müssen selektieren – es zählt nicht wie viele bunte Initiativen wir gerade im Portfolio haben sondern es ist entscheidend welche messbare Wirkung sie im Markt entfalten.
00:22:05: Wo sehen wir denn solche Entwicklungen aktuell?
00:22:07: Ich würde sagen wir sehen aktuell unterschiedliche Reife gerade die ich auch differenziert betrachten würde.
00:22:14: Bei Vero beispielsweise sind wir aktuell mitten in der Nutzung, Die Lösung ist da und jetzt gilt es mit voller Kraft den Kunden dafür zu begeistern und das Verfahren im Alltag zu verankern.
00:22:25: Bei Plattformen und KI sehen wir erste Ansätze.
00:22:29: Da müssen wir noch genau hinschauen und verstehen Was davon löst tatsächlich ein Problem unserer Kunden?
00:22:34: Was davon macht unsere Prozesse effizienter und was kann ich auch in eine größere Breite übertragen und breiter nutzen.
00:22:42: Und bei Tokenisierung und programmierbarem Geld sind wir noch in einer früheren Phase, hier müssen wir noch strukturiert lernen und auch ein Stück weit gucken.
00:22:50: wofür ist der Kunde am Ende bereit zu zahlen.
00:22:53: Für mich gilt es so ein Stück weiter.
00:22:54: Grundsatz, das reif ist, müssen wir in aller Kraft in Nutzung bringen Und was noch nicht reif ist, müssen wir gezielt und diszipliniert weiterentwickeln und testen.
00:23:04: Welche Grenzen und welche Risiken sollten wir denn nicht außer Acht lassen?
00:23:08: Für mich ist eine Grenze klarstlar das es.
00:23:11: Geschwindigkeit darf niemals auf Kosten von Vertrauen und Sicherheit gehen.
00:23:16: gerade bei der hohen Dynamik die wir bei KI aktuell sehen ist jetzt entscheidend Solange ein System Daten analysiert, Berichte zusammenfasst ist das unkritisch.
00:23:27: Wenn Systeme aber damit starten Informationen eigenständig zu interpretieren, Entscheidungen vorzubereiten oder im Rahmen vordefinierter Regeln Transaktionen anzustoßen dann müssen wir handfest wissen wer da was?
00:23:42: Wer trägt die Verantwortung und welche Kontrollmechanismen greifen wann.
00:23:46: Und genauso müssen wir bei neuen Infrastrukturen nüchtern schauen Nur weil was technisch machbar ist und hip ist, es ist noch lange nicht für unser Geschäftsmodell geeignet.
00:23:57: Denn letztendlich haben wir auch unverhandelbare Vorgaben beispielsweise in den Bereichen Resilienz-Geldwäschepräventionen.
00:24:05: Für mich ist es aber auch wichtig zu sagen, wir dürfen vor lauter Vorsicht nicht aufhören zu lernen!
00:24:11: Sicherheit darf nicht als bequeme Ausrede dafür dienen, neue Dinge erst dann auszuprobieren wenn der Markt schon verteilt ist.
00:24:19: Dann sind wir zu spät.
00:24:21: Die eigentliche Kunst liegt dazwischen, früh genug lernen und experimentieren aber in einem glasklaren kontrollierten Rahmen.
00:24:29: Und gerade wir benötigen Neugier gepaart mit verbindlichen Leitschplanken!
00:24:36: Wir blicken wieder in die Zukunft und sind immer noch im Jahr twenty-Einunddreißig – was müsste bis dahin passiert sein damit du sagst darauf bist so stolz?
00:24:45: Ich wäre stolz, wenn wir sagen könnten.
00:24:47: Wir sprechen nicht nur über die großen Veränderungen sondern wir sind gemeinsam in der GFG erfolgreich durch die großen Änderungen navigiert.
00:24:56: Bei Vero heißt das für mich Es ist im Alltag unserer Kunden eine feste Größe geworden.
00:25:02: Firmkunden bekommen internationale und digitale Leistung Die nahtlos mit ihrem Wachstum mithalten können.
00:25:09: Das heißt für mich dass unsere Plattform im Zahlungsverkehr- und Wertpapiergeschäft auch in hochgradig effizient, modern, zukunftsfähig arbeiten und dass wir bei KI und neuen Technologien sagen können Wir sind nicht jedem Hype hinterher gelaufen sondern wir haben die richtigen Hebel mit Substanz umgesetzt.
00:25:29: Aber richtig stolz wäre ich tatsächlich, wenn wir die Rückmeldung bekommen dass das Transaction Banking uns verlässlich die Präsenz im wirtschaftlichen Alltag unserer Kunden sichert.
00:25:40: Und gibt es irgendwelche Begründungen oder Ausreden bei denen du sagst?
00:25:43: Die möchtest du auf gar keinen Fall hören.
00:25:45: Ja ganz klar da habe ich einen Favoriten.
00:25:51: Das ist bei uns historisch gewachsen und zu komplex.
00:25:54: Den Satz finde ich einfach total schwierig
00:25:57: Kenne ich irgendwo her.
00:26:00: Weil unser Geschäftsfeld an sich ist hochkomplex, wir haben regulatorik Wir haben zahlreiche gewachsene Schnittstellen.
00:26:07: Wir haben unterschiedliche Institutionen mit denen wir zusammenarbeiten und wir haben enorme Sicherheitsanforderungen.
00:26:13: für mich ist Komplexität erstmal eine Ausgangslage mit der wir arbeiten müssen aber sie ist noch lange kein Grund etwas nicht anders zu machen und etwas nicht zu verändern.
00:26:23: Mich interessiert immer mehr die Frage Was braucht unser Kunde?
00:26:27: Was genau macht es im Detail so schwierig, etwas zu verändern und welche Themen davon können wir heute schon ganz pragmatisch anpacken und lösen.
00:26:37: Und was müssen wir tun damit das anders wird.
00:26:40: Damit können wir alle arbeiten und dann können wir auch Ergebnisse liefern.
00:26:44: mit zu komplex wird das eher nichts.
00:26:47: Zum Schluss bitte ich dich noch um Einsatz, und zwar wenn unsere Kolleginnen und Kollegen in den Volksbanken und Reifeisenbanken nur ein Gedanke aus diesem Gespräch bleibt.
00:26:57: Welcher sollte das sein?
00:26:58: Die Ortsbanken müssen nicht jede neue Technologie und jede neue Entwicklung selbst beherrschen.
00:27:05: Unsere gemeinsame Stärke im Verbund entsteht dann, wenn wir als Zentralbank die Komplexität damit die Banken vor Ort Freiraum haben, um sich voll auf ihre Kunden konzentrieren zu können.
00:27:22: Andrea vielen vielen Dank!
00:27:23: Das waren wirklich super spannende Einblicke.
00:27:25: für mich auch als Laie und ich glaube auch für viele Zuhörerinnen und Zuhöhrer da draußen war das auch wirklich neue spannende Impulse.
00:27:31: also vielen vielen dank auch für diesen Einstieg in dieses Thema.
00:27:34: Ich glaube der gibt es noch viel mehr Stoff dann nochmal eine weitere Folge zu machen.
00:27:37: Also vielen Dank dass du heute mein Gast warst.
00:27:39: Total gern, Aris.
00:27:41: Ich find's schön, dass wir einfach mal diese Breite des Transaction Bankings darstellen konnten und ich bin total sicher, wir haben noch lange nicht alles dabei.
00:27:47: aber wenn ich es heute auch nur ein bisschen geschafft hab die Leidenschaft für das Transaction-Banking bei dir zu wecken dann gerne und dann sich ja auch mal ein längerer Podcast dazu.
00:27:57: Ja, ich weiß nicht ob ich jetzt von Leidenschaft sprechen würde Aber zumindest habe ich gerne zugehört Und ich fand's wirklich sehr, sehr spannend in das Maschinenhaus zu schauen auch von euch und deine Einblicke.
00:28:06: also vielen Dank dafür!
00:28:07: Gerne.
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